Nein, hier geht es nicht um Schiller oder Beethoven. Auch wenn man auf die Idee kommen könnte, dass schon Schiller mein Boot, die "GIOIA" gekannt haben muss als er die Ode an die Freude schrieb. Ganz so alt ist die Gioia dann aber doch nicht. Hier berichte ich über mein Segelboot, die Gioia und unsere gemeinsame Reise, beginnend im August 2011. Herzlich Willkommen.
Dienstag, 30. April 2013
Leinen los!
Um 9.00Uhr lokaler Zeit (also 15.00 MESZ) öffnet sich die Klappbrücke und für mich wird das Abenteuer Einhand-Atlantik von west nach Ost beginnen.
Die Vorhersagen versprechen keine so schnelle Passage mehr wie noch Vorgestern, dafür wird es wohl recht ruhig.
Freund Eddie (the weatherman) läßt wiedermals seine Rechner für mich qualmen und Freund Günther übernimmt die Rolle der Shorecrew.
Euch beiden nochmals vielen Dank für eure Mühen.
Wie gehabt werde ich von unterwegs kurze Meldungen hier posten.
Drückt mir die Daumen.
Bis in ein paar Wochen in Europa!
Montag, 29. April 2013
Los geht´s!
Eben war das mittelatlantische Tief noch ein Problem und plötzlich wird daraus eine gute Möglichkeit. So wie es aussieht, zieht das Tief nach Norden und öffnet mir an seiner Südflanke eine potentiell zügige Passage zu den Azoren.
Morgen früh um neun Uhr werde ich den Anker lichten und nach der Umrundung Sint Maartens auf Backbordbug Nordkurs einschlagen. Im Laufe der nächsten Tage hoffe ich auf einen Winddreher, der mir einen NO Kurs ermöglicht. Wenn alles klar geht, sollte ich am Montag, dem 6.5. auf etwa 27N 53W westliche Winde finden, die mich womöglich bis zum Ziel schieben werden.
Nun heißt es die letzten Einkäufe erledigen, ausklarieren und die letzten Vorbereitungen auf der Gioia erledigen.
Ich freu mich.
Sonntag, 28. April 2013
vielleicht doch?
Immer wieder anders. Momentan sieht es so aus, als ob sich ab Dienstag ein Fenster öffnet. Das beschriebene Tief zieht langsam gen Norden und könnte in der zweiten Wochenhälfte in ungewöhnlich südlichen Breiten für westliche Winde sorgen.
Jetzt ist die Frage wie ich die Schwachwindzone in den ersten zwei drei Tagen überwinde.
Der Gedanke gleich zu Beginn einen großen Teil des Diesels zu verballern behagt mir nicht recht.
Ich werde weiterhin intensiv die Windvorhersagen studieren und mich melden sobald es etwas neues gibt.
Freitag, 26. April 2013
Déjà vu

Dienstag, 23. April 2013
Weiterhin auf Warteposition
Nachdem auch weiterhin ein Tiefdruck im Süden der Azoren und ausgedehnte Hochdruckgebiete über dem nördlichen Atlantik genau dort für kräftigen Ostwind sorgen, wo ich mir Westwind wünsche, bin ich weiterhin auf Warteposition in der Simpsonbay Lagoon.
Das ist auch ganz gut so, denn es finden sich an Bord immer wieder Kleinigkeiten mit denen ich mich ausgiebig beschäftigen kann. Sei es das kaputte Gewinde der Getriebeölablaßschraube oder die Erneuerung der Lichtmaschinenbefestigung.
Zu guter Letzt scheint jetzt auch noch mein Aussenborder Probleme mit der Kühlung zu bekommen, den Impeller hab ich schon überprüft, jetzt vermute ich, dass sich die Kühlkanäle im Zylinder zugesetzt haben. Naja, der kleine Yamaha merkt wahrscheinlich auch, dass er bald nicht mehr wirklich benötigt wird und will nur ein bisschen auf sich aufmerksam machen.
Was das Wetter angeht, scheint sich die beschriebene Situation zum Ende des Vorhersagezeitraums (also in 8 Tagen) langsam aufzulösen, damit würde sich für mich ab Freitag ein Fenster öffnen. Mal abwarten.
Freitag, 19. April 2013
Sechs Wochen im Schnelldurchlauf
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